Drei Arten von Vertrauen (yid ches gsum)

1. Das Vertrauen, dass sich das Ziel der Praxis in einem selbst befindet (bsgrub bya rang bzhugs pa yid ches), 2. das Vertrauen in die außergewöhnlichen Unterweisungen, die es einem ermöglichen, dieses Ziel zu erreichen (sgrub byed kyi man ngag la yid ches) und 3. das Vertrauen in den spirituellen Meister (bla ma la yid ches).

Drei Bedingungen für die Reinheit des Fleisches (gnas gsum dag pa’i sha)

Es gibt drei Voraussetzungen, unter denen das Essen von Fleisch weniger schlimm ist: 1. Wenn man um des Fleisches willen selber kein Tier getötet hat, 2. niemand anderen darum gebeten hat, es zu töten, 3. man das Fleisch eines Tieres verzehrt hat, das speziell für uns selber getötet worden ist, obwohl man nicht darum gebeten hat, es zu schlachten. Dies sind die Definitionen entsprechend den Hinayana-Sutren. Entsprechend den Mahayana-Sutren ist das Essen von Fleisch auf Kosten der Leiden des Tieres inakzeptabel. (Siehe Emanated Scriptures of Compassion).

Drei Bereiche des Ngari in Tö (stod mnga’ ris skor gsum)

Entsprechend CN, S. 23 sind dies: 1. das Dharma-Land von Mang Yul (mang yul chos kyi skor), 2. das glückverheißende Bönpo-Land von Guge (gu ge g.yung drung bon gi skor) und 3. das Schnee-Land von Purang (spu hreng gangs kyi skor), unterschiedlich geschrieben als spu rangs oder pu hrang.
Alternativ sind diese drei definiert worden als
1. Guge Ya’i Kor (gu ge g.ya’ yi skor), das Schiefer-Land von Guge, 2. Purang Khang gi Kor (spu hreng gangs kyi skor), das Schnee-Land von Purang, 3. Ruthop Chap gi Kor (ru thob chab kyi skor), das Wasser-Land von Ruthop.
Gemäß AC, Band 1, S. 3 sind die drei Bereiche: 1. Purang, Mang Yul und Zanskar (spu hreng, mang yul, zangs dkar) als erster Bereich, 2. Li, Gilgit und Balti (li, bru sha, sbal ti) als zweiter Bereich und 3. Shang Shung, Triteh und Unteres Tö (zhang zhung, khri te/bri ste, stod smad) als dritter Bereich.

Drei diamantene oder Vajra-gleiche Entschlüsse (rdo rje gsum)

1. Der Vajra der unerschütterlichen Entschlossenheit: Egal, was unsere Eltern, Freunde oder jemand anderes denken oder sagen mögen, egal, welche widrigen Umstände es geben möge, nichts kann uns von unserer Entschlossenheit abbringen, den Dharma auszuüben. 2. Der Vajra der Gleichgültigkeit bezüglich dessen, was andere über uns denken mögen: Sobald wir unser Ziel – den Dharma zu praktizieren – erreicht haben, selbst wenn Menschen eine schlechte Meinung über uns haben, uns dafür kritisieren, dass wir „unsere Zeit vergeuden“ oder uns verleumden, wir sollten uns nicht im Geringsten dafür interessieren. 3. Der Vajra der Weisheit: Gewahrsein der absoluten Wahrheit, die uns zu jeder Zeit begleiten sollte.