Zwölf asketische Tugenden (sbyangs pa’i yon tan bcu gnyis)

1. Kleidung tragen, die auf der Müllkippe gefunden wurde (phyag dar khrod pa), 2. nur drei klösterliche Roben besitzen (chos gos gsum pa), 3. Kleidung und Stiefel aus Filz [statt aus Leder] tragen (phying pa ba), 4. nur eine einzige Mahlzeit am Tag essen (stan gcig pa), 5. nur von Almosen leben (bsod snyoms pa), 6. nach der Mitte des Tages nichts mehr essen (zas phyis mi len pa), 7. an entlegenen Orten leben (dgon pa ba), 8. unter Bäumen leben (shing drung ba) 9. unter freiem Himmel leben (bla gab med pa), 10. auf Friedhöfen leben (dur khrod pa), 11. in einer sitzenden Haltung schlafen (tsog pu ba) und 12. dort wohnen, wo immer man gerade ist (gzhi ji bzhin pa). Siehe TC, S. 2023.

Zwölf von einem erleuchteten Buddha ausgeführte Handlungen (mdzad pa bcu gnyis)

1. Aus dem Tushita-Himmel herabsteigen (dga’ ldan gnas nas ’pho ba), 2. in den Bauch seiner Mutter eintreten (lhums su bzhugs pa), 3. geboren werden (sku bltams pa), 4. ausgebildet werden in weltlichen Künsten und physische Tapferkeit zeigen (bzo la mkhas par ston pa dang gzhon nu’i rol rtsed), 5. sein Gefolge von Königinnen genießen (btsun mo’i ’khor gyis rol pa), 6. der Welt entsagen (rab tu ’byung ba), 7. Entbehrung praktizieren und auch dem wiederum entsagen (dka’ ba spyad pa), 8. zum Bodhi-Baum gehen (byang chub snying pos gshegs pa), 9. Mara besiegen (bdud btul), 10. vollständige Erleuchtung erreichen (mngon par sangs rgyas pa), 11. das Rad des Dharma drehen (chos kyi ’khor lo bskor), 12. in den endgültigen Frieden jenseits des Leidens eingehen (Skt. parinirvana, tib. mya ngan las ’das pa).