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26. April 2018 // Dzongsar Khyentse

„Checkliste für den guten Guru“ aus Der Guru trinkt Schnaps? von Dzongsar Jamyang Khyentse

  Der Guru trinkt Schnaps?

Wie erkennen wir einen authentischen Guru? Das ist nicht einfach. Die Liste der notwendigen Qualitäten ist subjektiv, weshalb das Ankreuzen von Kästchen auf einer Checkliste nur bis zu einem gewissen Punkt hilfreich ist. Die Anhänger von Jim Jones, Rajneesh, Surya Das, Sogyal Rinpoche und dem Dalai Lama haben sicherlich alle ihren auserwählten Anführer bis zu einem gewissen Grad analysiert, bevor sie ihre einsgerichtete Hingabe darbrachten.

Die moderne Welt ist so materialistisch, und dennoch gibt es noch eine sehr starke Neigung, moralisierend zu urteilen. Wenn König Trisong Deutsen seinem Meister Guru Rinpoche die eigene Ehefrau Yeshe Tsogyal anbot und Guru Rinpoche nach einer Weile dann Yeshe Tsogyal bat, mit Acharya Saley zusammen zu sein – wäre das in der heutigen modernen Welt sittlich annehmbar? Können wir diese Übereinkunft akzeptieren, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken? Eine öffentliche Bigamie wäre heutzutage undenkbar, wenn nicht gar strafbar.

Es gibt keine endgültige Checkliste, aber es gibt ein paar Kriterien, die wir selbst mit unserem begrenzten menschlichen Fassungsvermögen weitgehend anwenden können. Wir können unmöglich wissen, ob jemand die geeigneten spirituellen Qualitäten besitzt, da nur ein Erleuchteter einen anderen Erleuchteten erkennt. Diese allgemeinen Kriterien sind seit Jahrhunderten erprobt und zumindest können wir davon ausgehen, dass sie nicht allzu viel Schaden anrichten.

Es ist beinahe unmöglich, heutzutage in dieser Welt einen Guru zu finden, der all die edlen Qualitäten eines Vajrayana-Meisters aufweist, wie er in den alten tantrischen Schriften beschrieben wird. Doch in den Mahayana-Sutren gab der Buddha einen Rat, was zu tun sei, wenn wir keinen authentischen Meister finden. Er sagte, wenn wir einen Menschen antreffen, der von der Buddha-Natur spricht, sollten wir ihn wie den Buddha selbst verehren. Wenn wir bedenken, wie viele Millionen Menschen es gibt, die nur über Essen, Kleidung und ihr Bankguthaben sprechen und niemals über die Buddha-Natur, dann wird klar, warum der Buddha solche Dinge sagte.

Wenn ihr in diesen degenerierten Zeiten einen Guru findet, der auch nur einige dieser Qualitäten besitzt, dann solltet ihr ernsthaft in Betracht ziehen, ihn oder sie als euren Lehrer anzunehmen, da solche Menschen so selten sind, geradezu vom Aussterben bedroht.

Der gute Guru

  • hat die letztendliche Sicht verwirklicht
  • ist aufgeschlossen
  • lehrt zurückhaltend
  • ist tolerant
  • ist gelehrt
  • ist diszipliniert
  • ist gütig und verunglimpft andere niemals
  • steht in einer Überlieferungslinie
  • ist fortschrittlich
  • ist bescheiden
  • ist weder an eurer Geldbörse, noch an euren Schenkeln oder Zehen interessiert
  • hat einen lebenden Guru und eine lebendige Tradition
  • hat Hingabe für die Drei Juwelen
  • vertraut auf die Gesetze des Karmas
  • ist großzügig
  • bringt euch in ein tugendhaftes Umfeld
  • hat Körper, Rede und Geist gezähmt
  • ist einfühlsam und wohltuend
  • hat reine Wahrnehmung
  • ist unvoreingenommen
  • hält sich an die Regeln des Buddha, des Vinaya, des Bodhisattvayana und natürlich die des Vajrayana
  • fürchtet Fehlverhalten
  • vergibt
  • ist geschickt

Fortsetzung folgt nächste Woche mit dem Auszug zum Thema „Schlechter Guru – eine Checkliste“…

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