Verehrte Kunden,
liebe Freunde, Interessenten und Mitarbeiter,
unser fünfter Newsletter informiert speziell über das neue Buch „Das Leben des Shabkar – Autobiographie eines tibetischen Yogi“ und eine Möglichkeit, an dem bereits begonnenen Mammut-Projekt der Übersetzung von „Dudjom Rinpoche – The Nyingma School of Tibetan Buddhism, It´s Fundamentals and History“ teilzuhaben und dies finanziell oder durch Mitarbeit zu unterstützen.
Neuerscheinung
Heute erscheint:
Das Leben des Shabkar
Autobiographie eines tibetischen Yogi
mit einem Vorwort Seiner Heiligkeit des Dalai Lama
Die Autobiographie Shabkars beschreibt alle Schritte auf seinem spirituellen Pfad, gipfelnd in den Unterweisungen der Großen Vollkom-menheit, Dzogchen. Wie Milarepa drückte er seine Unterweisungen, Ratschläge und Berichte über spirituelle Erfahrungen in der Form von Liedern aus. Shabkars Stil ist aufrichtig, herzlich und natürlich, doch zahlreiche und vielfältige Quellen der Inspiration spiegeln auch die Breite seiner Schulungen und seine einzigartige Offenheit gegenüber allen Traditionen wider. In seinen Liedern gibt es Themen und Verse, die ihre Wurzeln in den Texten von Longchen Rabjam und anderen Meistern der Nyingma-Tradition haben. Inspiration lieferten die Lieder von Jetsun Milarepa ebenso wie Meister Atisha und die Meister der Kadampa-Tradition. Shabkars Arbeiten umfassen Direktheit, Einfachheit, Tief-sinnigkeit und die Kraft, den Leser zu ermutigen, sich der spirituellen Praxis zu verpflichten. Er schreibt nicht, um sein Wissen zur Schau zu stellen oder Ruhm als Philosoph zu ernten, sondern um den Geist der Leser auf den Dharma auszurichten, ihren Enthusiasmus zu unterstützen und sie davor zu bewahren, abgelenkt zu werden oder über die Fallstricke, die auf dem Pfad der Befreiung liegen, zu stolpern.
Zwei Kostproben aus Shabkars Werk:
Lied über absolutes Bodhicitta (aus Kapitel 13)
Namo Guru!
Ich flehe zu allen Gurus,
die uns zeigen, dass äußere Erscheinungen
wie Träume, leere Visionen sind,
die uns zeigen, dass innerlich die Natur des Geistes
leer und makellos wie der Himmel ist.
Gewährt euren Segen,
so dass bloß bei dem Gedanken an die Einführung in die Natur des Geistes die Weisheit von Leerheit in unserem Geistesstrom erscheinen möge - nackt und strahlend.
Ich, Shabkarpa, frei von allen Zielen und Erwartungen,
gelassen und mit heiterem Geist [362a],
singe dieses Lied über Leerheit und Mitgefühl.
Du, Gelong Yeshe, höre aufmerksam zu.
Alle Phänomene von Samsara und Nirvana,
was erscheint und was existiert,
sind nichts weiter als Regenbögen am leeren Himmel,
die durch eine Verbindung von Ursachen und Bedingungen erscheinen.
Egal wie sie erscheinen mögen, sie sind nichts in sich selbst,
sie erscheinen als verzierende Ornamente der himmelsgleichen Natur des Geistes - wie wundersam!
Geist - er hat keine Farbe, er hat keine Form.
Suche nach ihm: Er kann nirgendwo gefunden werden -
Leerheit!
Lass den Geist so wie er ist -
strahlende Klarheit!
Makellos, leer, wie der unendliche Himmel -
lass den Geist in genau diesem Zustand ruhen
und belasse ihn so - natürlich, strahlend, wach –
nie verdunkelt, vollkommen transparent.
Lass den Geist ganz entspannt, offen, ohne Ziel.
Wenn der Geist mit diesem Zustand verschmilzt,
der gleich dem Raum all-umfassend ist,
werden alle Phänomene mit vollkommener Klarheit erkannt
und alle erleuchteten Eigenschaften
der verschiedenen Pfade und Stufen erscheinen.
Grenzenloses Mitgefühl gegenüber allen Wesen, denen diese Verwirklichung fehlt, entsteht.
Durch diese Übung in Leerheit und Mitgefühl
stellt sich Nutzen für andere Wesen auf natürliche Weise ein.
Möge sich tatsächlich leere, uranfängliche Wachheit,
makellos wie der Himmel –
strahlend, frei von Verdunkelung -,
im Geistesstrom derer, die dieses Lied hören, zeigen.
Widmungs-Gebet zum Wohle aller Wesen (aus Kapitel 15)
„Durch das Verdienst, das ich und andere in den drei Zeiten angesammelt haben und das in diesen jetzigen Taten zum Ausdruck kommt, möge es Essen für die Hungrigen geben, Kleidung für die, die keine haben [448a], Gefährten für die, die alleine sind, ein Kind für die Kinderlosen, ein Pferd für die, die kein Pferd haben, ein Reittier für die, die zu Fuß sind und ein Haus für die Obdachlosen. Mögen so alle Wesen glücklich werden.
Durch das Verdienst, das von mir und anderen in den drei Zeiten angesammelt wurde, mögen darüber hinaus diejenigen, die keinen spirituellen Führer haben, einen finden, mögen die ohne Dharma zum Dharma finden, mögen die ohne spirituellen Freund einem begegnen, mögen die ohne Einsiedelei eine finden, mögen die ohne Möglichkeiten des Auskommens etwas finden, so dass sie alle dem Dharma folgen und Erleuchtung erlangen können.“
Shabkar Tsogdruk Rangdrol (1781-1851) wurde unter Nyingma-Yogis in Amdo, der nordöstlichsten Provinz des damaligen Tibet, geboren. Schon im Alter von sechzehn Jahren absolvierte er eine einjährige Klausur, während der er das Mantra von Manjushri zehn Millionen Mal rezitierte und bereits mit sechsundzwanzig Jahren (1807) verfasste Shabkar sein bekanntestes Werk, den Flug des Garuda, eine Einführung in Sicht, Meditation und Praxis des Dzogchen. Die Geschichte von Shabkars Leben ist ein einfacher und bewegender
Bericht über das Leben eines wanderenden Einsiedlers von der Kindheit bis zur höchsten spirituellen Verwirklichung und illustriert den gesamten Pfad der buddhistischen Praxis.
Übersetzung: Werner Braun & Simone Lau
Redaktion: Craig Meulen & Doris Wolter, wissenschaftliche Mitarbeit: Michael Gerhard
738 Seiten, broschiert, 6 Abbildungen, 48 €, ISBN 978-3-9812827-7-1
Die ersten Exemplare des Buches werden zurzeit gerade gedruckt und von einem gemeinnützigen Buchbinder-Projekt in Berlin gebunden. Von daher wird die Auslieferung voraussichtlich erst ab 10. Dezember stattfinden können, aber wir bemühen uns, alle Bestellungen, die bei uns bis zum 15.12. eingehen, noch vor Weihnachten auszuliefern. Ausblick und Vorschau
● Tsele Natsok Rangdröl – Leuchte des Mahamudra, Übersetzung aus dem Tibetischen nun von Jane Pathan Friedewald, erscheint Feb./März 12
● Interviews mit buddhistischen Lehrern – Doris Wolter (Hrsg.), erscheint Feb./März 12
● Dudjom Rinpoche – The Nyingma School of Tibetan Buddhism, It´s Fundamentals and History erscheint voraussichtlich 2013 oder 2014
Für dieses umfangreiche Projekt haben wir bereits etliche ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen und dennoch wird es insgesamt nicht möglich sein, das Übersetzen und Bearbeiten dieses Buches von insgesamt 1546 Seiten (!) nur durch ehrenamtlichen Einsatz zu bewältigen! Um einen Teil der Übersetzung finanzieren zu können, sind wir daher auf Spenden angewiesen, da unser Verlag nicht profitorientiert arbeitet. Es gibt die Möglichkeit, über Siddhartha´s Intent Europe steuerbegünstigte Spenden speziell für Projekte von Manjughosha Edition zu tätigen, da der Verlag u.a. auch auf Wunsch von Dzongsar Khyentse Rinpoche von Siddhartha´s Intent Europe mit begründet wurde und so mit den Zielen des buddhistischen Vereins eng verbunden ist. Wer das umfangreiche und sicher verdienstvolle Publikationsprojekt zur Übersetzung dieses besonderen Dharma-Textes in die deutsche Sprache unterstützen mag, hilft uns auch mit kleineren Spendenbeträgen weiter!
Eine Spendenbescheinigung stellen wir automatisch für Beträge ab 50.- Euro aus, wenn Sie uns bitte gleichzeitig Ihre Adresse mitteilen.
Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto von Siddhartha´s Intent Europe:
Konto-Nr. 565604600, BLZ 52040021 bei der Commerzbank, Kennwort: „Manjughosha“
Mit den besten Wünschen für eine erleuchtende Vorweihnachtszeit
Timo Laubenberger und Doris Wolter
im Namen des Verlagsteams
Manjughosha Edition Verlagsgesellschaft mbH
Redaktion: Eislebener Str. 16 - 10789 Berlin
- Tel. 030- 21 28 06 71 (Doris Wolter)
Produktion und Vertrieb: Timo Laubenberger c/o ILSS Print&Mail GmbH
Barbara-McClintock-Str. 11
12489 Berlin
- Tel. 030- 5302 4771
www.manjughosha.de
Newsletter Dezember 2011
Dienstag, 17. Januar 2012 17:07:31 Europe/Berlin
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